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Qualifizierung zur Seniorenbegleitung § 53C SGB XI

Hintergrund

Die Zahl dementer und psychisch kranker sowie pflegebedürftiger alter Menschen hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht und wird auch in Zukunft weiter steigen. Die Pflege und Betreuung dieser Menschen braucht Kraft und Zeit. Durch die Pflegereform 2008 können Pflegeeinrichtungen zusätzliche Betreuer*innen für Demenzkranke einstellen.

Diese Seniorenbegleiter*innen sollen nach dem Willen des Gesetzgebers eine Lücke in den Aufgabenfeldern von Fachkräften und den ehrenamtlichen Mitarbeitern schließen.

Der Umgang mit dementen Menschen ist zeitintensiv. Kontakte „im Vorbeirennen", dahin gehuschte Freundlichkeiten erfüllen nicht den Zweck, sondern können sich sogar negativ auswirken. Stärker altersverwirrte Menschen benötigen einen praktischen Ansprechpartner, der sich mit ihnen beschäftigt und der sie bei alltäglichen Verrichtungen unterstützt.

Ziel

Im Vordergrund der Qualifizierung steht nicht die pflegerische Versorgung der dementen alten Menschen, sondern vielmehr die Schulung der Wahrnehmung und Bewusstheit für den Alltag eines Menschen.

Seniorenbegleiter*innen/Alltagsbegleiter*innen sind Personen, die sich für das Gelingen des Alltags eines anderen zuständig fühlen und diesem einen guten Sinn zu geben vermögen.

Seniorenbegleiter*innen begleiten sowohl Gruppen als auch einzelne hilfebedürftige Personen.

Die zertifizierte Qualifizierung der LEB basiert auf der vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung erstellten Richtlinie zum Einsatz und zur Qualifizierung dieser zusätzlichen Betreuer*innen. Allgemein wird in der Richtlinie von der zusätzlichen Betreuung in Pflegeheimen gesprochen – in der Regel sind dies aber die Altenpflegeheime, da die meisten Menschen mit Demenzerkrankungen ein höheres Alter erreicht haben. Deswegen ist auch die Bezeichnung „Seniorenbegleiter*in mit Befähigung zur zusätzlichen Betreuung nach §53c SGB XI" gewählt.

Zugangsvoraussetzungen:   Nachweis über 40-Stunden-Betreuungspraktikum in einer Altenpflegeeinrichtung.

Übersicht der Qualifizierung

Modul 1 – Basiskurs (100 UStd.)

  • Lokale Strukturen der Altenhilfe
  • Die gesellschaftliche Situation älterer Menschen
  • Demenz und altersbedingte Erkrankungen
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Validation
  • Rechtliche Aspekte
  • Situation von pflegenden Angehörigen
  • Beschäftigung und Bewegung
  • Ernährungslehre
  • Allgemeine Hygiene und Infektionslehre
  • Erste-Hilfe-Kurs

Praktikum (80 Stunden)

Modul 2 – Aufbaukurs (60 UStd.)

  • Validation
  • Demenz
  • Grundpflege
  • Krankheitsbilder
  • Kommunikation und Interaktion
  • Empathie und Rollendistanz
  • Dokumentation
  • Sterbebegleitung
  • Rechtsfragen
  • Abschlusskolloquium

Unterrichtszeit: Montag bis Freitag 09:00 bis 13:15 Uhr

Die gesamte Qualifizierung findet in Teilzeit statt.

Zertifizierung

Zum Abschluss der Qualifizierung erhält jede/r Teilnehmer*in ein differenziertes Zertifikat der LEB.

Zielgruppe/Teilnahmevoraussetzung

Personen, die Demenzkranke und andere Menschen mit erheblicher Beeinträchtigung der Alltagskompetenz betreuen möchten. Formell erworbene Vorkenntnisse und Berufserfahrungen werden nicht vorausgesetzt. Vorhandene Kompetenzen in pflegerischen, hauswirtschaftlichen, therapeutischen oder künstlerisch-handwerklichen Berufsfeldern können von Vorteil sein.

Termin:              04.09.2019 bis 19.11.2019

Unterrichtsort:   Ruthenstr. 10, 31785 Hameln

Teilnahmegebühren:

  • ALG I und ALG II – Bezieher/innen bei Vorlage eines Bildungsgutscheins kostenlos
  • 841,60 €

Information und Anmeldung:

LEB Beratungsbüro Weserbergland

Rebecca Hemp

Ruthenstr. 10

31785 Hameln

Tel.: +49 (0) 5151 – 80994662

Email:  rebecca.hemp@leb.de

 

Flyer 53 c Herbst 19

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